| Einwohnerzahl : |
475 |
| Gemarkungsgröße : |
540,90 ha |
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In einer Urkunde des Bischofs von Bamberg "1151 Juli 8" wird der Ort unter
dem Namen "Eugenenhusen" erstmals urkundlich erwähnt. Er ist ein
fränkisches Straßendorf und wurde von zwei Torhäusern, einem Heckenzaun
und einem Graben begrenzt.
Einhausen liegt 8,4 km südöstlich von Meiningen entfernt im Werratal
an der Einmündung der Hasel, ca 1 km entfernt vom Bahnhof Grimmenthal.
Südlich des Ortes führt die Bundesstraße 89 von Meiningen über Sonnenberg
nach Coburg vorbei.
Der Ort liegt 305 m über NN und wird von folgenden Bergen umgeben: dem Döttberg, dem Langenberg,
dem Halsberg, dem Steinberg und von den Flüssen Werra und Hasel eingeschlossen.
Die Gemarkungsgröße beträgt 540,90 ha und war bis zur Seperation im Jahr 1871 in 22
Hufen (Huben) eingeteilt.
Vor den Toren lagen ursprünglich nur die Werra- und die Haselmühle. Die
anderen Ortsteile, "Vorstadt" und "Neustadt" genannt, entstanden erst im
letzten Jahrhundert, das Neubaugebiet hinter dem Dorf an den heutigen Straßen
" An der Hasel" und "Gartenstraße" nach dem 2. Weltkrieg.
Sehenswürdigkeiten von Einhausen:
Die Kirche
Mit Sicherheit kann nachgewiesen werden, dass die ganze, durch starke Ringmauern
und einen hohen Torturm befestigte, Anlage ursprünglich eine Burg gewesen ist.
1369 wurde eine alte Kemenate zu einer Kirche umgebaut. Der Wartturm, der oben
mit einem Umgang versehen war, erhielt eine steinere Spitze, so dass er wie ein
Kirchturm aussah.
1726 bis 1729 wurde an die Stelle der alten baufälligen Kirche eine neue
größere für 1.502 Gulden gebaut und am 14. Oktober 1729 eingeweiht. Der älteste
Teil der Kirche ist die Sakristei an der Westseite des Turmes. Dieser Raum kann,
nach einigen Kunstformen zu urteilen, noch aus dem 16. Jahrhundert stammen.
Im Inneren des Kirchhofes befinden sich vier Gaden. Auf einem steht die
Jahreszahl 1617.
Die Tore
Drei Rundbogentore aus dem Jahre 1620 stehen als malerische Ruine an der
Dorfstraße zwischen den Häusern Nr. 52 und 53. Sie bilden den Eingang auf
einen ehemaligen Lehenshof.
Die Brücken
Auf Grund seiner Lage im Winkel zwischen Werra und Haselmündung ist Einhausen
nur über Brücken zu erreichen. Zur Erleichterung der Zufahrt zu dem ehemligen
Wallfahrtsort Grimmenthal wurden 1539 - 1579 drei steinerne Brücken errichtet:
die Haselbrücke oder "Neue Brücke" ursprünglich erbaut 1539/40, erneuert 1746/48
und völlig rekonstruiert 1991; die Werrabrücke 1579 erbaut, mehrmals repariert
und völlig rekonstruiert 1996/98.
Der Brunnen
Ein gut erhaltener Zieh- und Pumpbrunnen aus dem 15. Jahrhundert steht heute
noch auf dem Vorplatz der ehemaligen Schule. Neben dem alten Brunnen erinnert
das Denkmal " Wasserträger" an das mühevolle Wassertragen mit der Botte. Es ist
ein Werk des Bildhauers Fritz Gögel aus Einhausen und wurde am 1. Mai 1981
aufgestellt.
Seit dem 1. Juni 1997 kann der Landkreis Schmalkalden-Meiningen entlang der
Werra durchgehend beradelt werden. Wer unseren Ort kennenlernen möchte, kann
dies also auch mit dem Fahrrad tun.
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