| Einwohnerzahl : |
373 |
| Gemarkungsgröße : |
993,20 ha |
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Erstmals Urkundlich erwähnt wurde Belrieth 840 in einer Urkunde durch Kaiser Ludwig den Frommen (778 - 840).
Belrieth ist somit mehr als 1150 Jahre alt und eine der ältesten Gemeinden des Landkreises.
An der B89 gelegen, präsentiert sich das Dorf eingebettet in reizvoller Landschaft des Werratals zwischen den Städten Hildburghausen und Meiningen.
Die Werra trennte den Ort in zwei Ortsteile, die in der einheimischen Mundart als Hübe- und Selldorf bezeichnet werden. Eine 5-bogige steinerne
Brücke aus dem Jahr 1578 verbindet die
Ortsteile miteinander. Den Anfang bildete ein Herrenhof, etwa an der Stelle,
wo man heute noch das Gut findet. Nach der Geschichtsschreibung fügte man später die Burg dazu. Eigentlich kann man von zwei Höfen sprechen, dem
Herrenhof, der kriegerichen Auseinandersetzungen zum Opfer fiel, und einem jüngeren, dessen Bewirtschaftung bis 1918 dauerte. Beide waren und
sind auf einem Vorsprung des Kirchbergs existent. Zum Schutz gegen unruhige Zeiten fing man an, befestigte Mauern um die Herrschaftshäuser zu
errichten. Die innere Umwehrung ist uns größtenteils erhalten und läßt Reste eines Wehrgangs erkennen. Bei der Errichtung der Höfe wurde ein genaues
Bebauungsprinzip festgelegt. Nach außen schottete man sich mit großen Scheunen ab. Direkt an der Werra wurde ein weiträumiger Dorfplatz angelegt.
Auch heute spielt sich noch ein Großteil des dörflichen Lebens auf diesem zentralen Platz ab.
Eine Besonderheit ist die Kirchburg, hier soll schon Heinrich I. geweilt haben. Die Umwandlung der Burg zur Kirchveste vollzog sich nach dem hennebergischen
Erbfolgekrieg nach 1379. Man nimmt an, dass Teile der Burgkapelle in der heutigen Kirche, 1588 - 1614 errichtet, verwandt wurden. Einen Beweis für den Vorgängerbau
könnte die bei Bauarbeiten 1992 gefundene Sakramentsnische liefern.
Die befestigte Anlage erreicht man über einen Torweg. An der inneren Umwehrung befinden sich noch viele Kellergaden, die den Bewohnern des nördlichen Ortsteils zur
Bevorratung dienten, da diese des öfteren mit Überschwemmungen zu rechnen hatten. Zusätzlich hatten die Gaden Schutzfunktionen für die Dorfbewohner gegen
räuberische Banden. Interessante Details wie Spoilen in den Gaden, der Rest einer ornamentalen Putzstruktur an der Südseite des Kirchenschiffes, Renaissancemalereien
im Inneren und ein schweres Kreuzgewölbe unter dem Torhaus laden ein, einmal dem Alltagsstreß zu entfliehen.
Die Wohnhäuser sind im fränkischen Fachwerkstil errichtet. Solide Handwerkskonstruktionen, heute überwiegend dem 18. und 19. Jahrhundert zuzuordnen, prägen das Dorfbild.
Weiterhin erwähnenswerte Gebäude des Ortes sind die alte Schule, welche im 16.Jahrhundert enstand, das Gemeindehaus, die ehemalige Mühle und die wunderschöne historische Dorfbrücke.
Zum geschichtsträchtigen Umfeld von Belrieth zählt auch der Hofteich, welcher gerne als Wanderziel genutzt wird. Bis 1988 stand hier ein Gehöft, das bedauerlicherweise einer nicht
zu verstehenden politischen Entscheidung aus DDR-Zeiten zum Opfer fiel. Nur die große Scheune ist vor dem Verlust bewahrt worden. Sie wurde umgesetzt und ist heute im
Freilandmuseum Kloster Veßra zu bewundern.
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| Hinweis |
| weitere Informationen rund um Belrieth finden Sie auf der Belriether Homepage |
| Link |
http://www.belrieth.de
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